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2.1. Leitlinien der Bildungspolitik

Die sozialen Chancen dürfen nicht der Herkunft und dem finanziellen Vermögen der Eltern überlassen werden. Daher fordern wir die Stärkung des Leistungsprinzips im Bildungssystem. Dies hat nicht nur Bedeutung für das Individuum, sondern auch für die gesamte Volkswirtschaft. Die AfD steht für ein differenziertes staatliches Bildungssystem mit qualitativ hochwertigen Abschlüssen.

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2.2. Hamburger Schulwesen

Die AfD fordert die Rückkehr zu sachlicher, leistungsorientierter Schulpolitik an Stelle der ideologischen Schulpolitik und der Schulexperimente der vergangenen Jahre.

Die AfD steht für ein leistungsorientiertes, differenziertes Schulsystem: Talente und Stärken fördern und Leistung fordern. Dies wird den unterschiedlichen Begabungen und Anforderungen der Schüler am besten gerecht. Daher tritt die AfD ebenso für den Erhalt der Förderschulen wie der Gymnasien und Stadtteilschulen ein und ist gegen die Absenkung von Bildungsstandards.

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2.2.1. Die AfD fordert Mut zur Leistung

Bewertungen in Notenform sollen anhand sachlicher Kriterien ab der 2. Klasse erfolgen. Dies gibt Kindern und Eltern Orientierungshilfen und entspricht meist auch dem Wunsch der Kinder.

Die Wiederholung von Klassen soll möglich sein, wenn ein Schüler den Anforderungen nicht genügt. Ergänzend fordert die AfD die Durchlässigkeit des Schulsystems. Ein Wechsel vom Gymnasium in die Stadtteilschule sollte grundsätzlich genauso möglich sein wie umgekehrt.

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2.2.2. Die AfD fordert effektivere Vermittlung von Grundfertigkeiten und Wissen

Für alle Jugendlichen sind profunde Fähigkeiten im Rechnen, Schreiben und Lesen elementare Voraussetzungen beim Eintritt ins Berufsleben. Ebenso fördert die intensive inhaltliche Auseinandersetzung mit der eigenen und mit fremden Kulturen das Leben in modernen Gesellschaften.

Die Leistungen der Schulen, selbst einzelner Klassen, im Erwerb grundlegender Fertigkeiten wie Mathematik und Deutsch sind extrem unterschiedlich. Dies ist teilweise der unterschiedlichen Herkunft der Kinder und den vom jeweiligen Lehrer angewendeten Unterrichtsmethoden geschuldet. Lehrer müssen verpflichtet werden, nur wissenschaftlich anerkannte, erfolgreiche Lehrmethoden zu nutzen. Statt umstrittener Methoden wie „Lesen durch Schreiben“ ist intensiver Rechtschreibunterricht notwendig. Lehrpläne sind zu straffen. Jährlich sollen Vergleichsarbeiten und Tests durchführt werden. Der Lernzuwachs ist durch diese Vergleichsarbeiten und Tests jährlich zu überprüfen.

Unser Wohlstand beruht auch auf dem Einsatz von innovativen Technologien. Die Schule muss verstärkt auf diese Qualifikationen hin ausbilden. Unterricht ist technologiefreundlich, offen für Innovationen und ideologiefrei wissenschaftsgestützt zu gestalten. Das Gewicht der „MINT“-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) im Stundenplan ist zu erhöhen. Ein gemeinsam mit der Wirtschaft aufzulegendes Förderprogramm „MINT“ sorgt für eine Ausstattung der Fachräume nach neustem technologischen Standard und der zusätzlichen Anwerbung von Fachlehrern.

“Wirtschaft” sollte explizites Schulfach werden. Wirtschaftliche Kenntnisse und Problemverständnis sind für sehr viele Berufe eine elementare Voraussetzung.

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2.2.3. Klassengemeinschaften sind Bildungsgemeinschaften

Die AfD unterstützt Unterrichtsformen, die Gemeinschaft und Kontinuität für Kinder und Jugendliche schaffen – statt Lernisolation. Die Lehrer brauchen eine gute fachliche und pädagogische Ausbildung und die Zeit, sich auf die Stärken und Schwächen ihrer Schüler im Unterricht vorzubereiten und zu konzentrieren. Die AfD stärkt den Lehrern den Rücken.

Unterrichtsgespräch und Lehrervortrag haben ebenso ihre Berechtigung wie das individuelle Bearbeiten von Arbeitsblättern, gerade die schwächeren Schüler profitieren von einem gestaltenden und strukturierenden Lehrer. Die Inhalte von Projekten müssen überprüfbar sein.

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2.2.4. Mut zur sachorientierten Inklusionspolitik

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf benötigen intensive Betreuung, die nur Förderschulen gewährleisten können. Die Schließung der Förderschulen führt zu einem Verlust an Chancen für Kinder und zu einem Mangel an sonderpädagogischer Betreuung. Sie sollen erhalten bleiben.

Die derzeitige Inklusionspolitik erschwert individuelle Förderung. Sie überfordert die Regelschulen, deren Lehrer und die betroffenen Schüler. Die UN-Konvention erzwingt nicht das Hamburger Modell.

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2.2.5. Schulische „Leistungszentren“

Traditionell war das mehrgliedrige deutsche Schulsystem auf das Leistungsprinzip hin ausgerichtet, d. h. es ermöglichte einen sozialen Aufstieg durch Bildung mittels Abschlüssen auf unterschiedlichem Niveau. Dies hat in der ganzen Welt Maßstäbe gesetzt. Ein weniger leistungsorientiertes Bildungssystem wirkt stärker sozial reproduzierend, weil dann nicht die Leistungen zählen, sondern die durch familiale und finanzielle Vor- oder Nachteile eröffneten oder verschlossenen Zugänge.

Bei einer Hamburger Abiturientenquote von über 50 Prozent und einer Entwicklung des Abiturs zum Schulabschluss für die Mehrheit ist weitere Differenzierung in ausgewählten Fachbereichen wünschenswert.

Die AfD fordert Leistungszentren für die zweijährige Oberstufe bis zum Abitur an einzelnen Gymnasien. Leistungszentren verfolgen das Ziel, vergleichbar den Elitezentren des Sports, besonders leistungsfähige und engagierte Schüler herausragend zu fordern und fördern.

Aufnahme in diese Leistungszentren erfolgt durch anonyme Prüfungen. Dies setzt den Gymnasien und Stadteilschulen im Wettbewerb auch Anreize, ihre Schüler für die Leistungszentren zu qualifizieren.

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2.2.6. Lerndefizite Hamburger Schüler beseitigen

Die AfD fordert bundesweite Vorgaben und weniger Schulexperimente, da Hamburg bei Schulleistungsvergleichen zwischen den Bundesländern unter dem bundesweiten Durchschnitt liegt. Gleichzeitig sind die Kosten pro Schüler in Hamburg mit 7.200 Euro deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 6.000 Euro je Schüler.

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2.2.7. Mut zur Verantwortung

Familie und Elternhaus sind die Erstverantwortlichen in der Erziehung ihrer Kinder. Die meisten Hamburger Schüler bringen gute familiäre Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schulkarriere mit. Jedoch gilt dies bei einer Minderheit nicht. Diese Schüler, häufig aus bildungsfernen Elternhäusern mit oder ohne Migrationshintergrund, haben schlechte Voraussetzungen und bedürfen besonderer Aufmerksamkeit.

Einzelne Eltern vernachlässigen ihre Erziehungs- und Förderpflichten zu Lasten der Zukunft Ihrer Kinder. Die Zahlungen staatlicher Transferleistungen sollen daran gekoppelt werden, dass Eltern ihren Pflichten nachkommen, z.B. bezüglich regelmäßigen Schulbesuches. Auch Bußgelder sind möglich.

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2.3. Werte und Integration

Die für unser Zusammenleben entscheidenden Werte, z.B. Verantwortung, Teamfähigkeit, Ehrlichkeit, Fleiß, Verlässlichkeit, Toleranz, Gewaltfreiheit, Solidarität, individuelle Freiheit, Primat des Rechtsstaats und Demokratie sollen in Schulen vermittelt werden.

Ebenso ist die Beherrschung der deutschen Sprache ein wesentlicher und unverzichtbarer Teil des Bildungsauftrags der Schule. Zu viele Schüler kommen ohne ausreichende Deutschkenntnisse in die Schulen und haben deshalb geringere Bildungschancen. Dies ist eine Herausforderung an den Staat ebenso wie an die betreffenden Familien, denen klare Signale gegeben werden sollten.

Schule und Gesellschaft brauchen ein Mindestmaß von Gemeinsamkeiten. AuchSchulveranstaltungen sind ein Mittel der Integrationsförderung; dazu gehören Klassenfahrten, Sportveranstaltungen, Theateraufführungen, an denen alle teilnehmen

Integrationsfeindliche Symbole und Kleidung haben in der Schule nichts zu suchen, Vollverschleierung ist abzulehnen. Über Kopftücher muss im Einzelfall entschieden werden. Lehrkräfte dürfen keine Kopftücher tragen. Mobbing einzelner Schüler aus religiösen Gründen ist strikt zu unterbinden.

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2.4.1. Schulwahlrecht

Das derzeit in Hamburg bestehende alleinige Elternwahlrecht führt zu oft zu Fehlentscheidungen, in manchen Stadtteilen scheitern bis zu 58 Prozent der Schüler am Gymnasium. Die AfD fordert eine gemeinsame Entscheidung von Schule und Eltern für die richtige Wahl der weiterführenden Schule. Bei einem Dissens zwischen Schule und Eltern entscheiden schriftliche Prüfungen.

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2.4.2. Gymnasien wieder aufwerten!

Die AfD will die ideologisch motivierte Entwertung der Gymnasien beenden. Hierzu sind die Klassenstärken bei der Ausstattung mit Ressourcen einander anzugleichen, derzeit ist u.a. die maximale Klassenstärke bei den Gymnasien deutlich höher als bei den Stadtteilschulen.

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2.4.3. Keine generelle Rückkehr zu G9

Die AfD wendet sich gegen eine generelle Rückkehr zu G9 an den Hamburger Gymnasien, weil die große Mehrheit von Eltern, Lehrern und Schülern keinen erneuten Systemwechsel („Schulfrieden“) wünscht; Schulen und Eltern haben sich in Hamburg mehrheitlich für die Beibehaltung von G8 ausgesprochen.

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2.5. Hochschulen

Universitäten sind Institutionen, die besonderen feld- und fachspezifischen Regeln und Anreizen folgen. Universitäten brauchen akademische Freiheit und Autonomie. Nur dann können sie gute Ergebnisse in Forschung und Lehre erzielen.

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2.5.1. Hochschulpolitik in Hamburg

Die Hamburger Hochschulpolitik wurde von prominenten Ex-Politikern (Dohnanyi, Peiner, Meyer) heftig kritisiert. Die Hamburger Hochschul-Präsidenten (Lenzen, Antranikian, Otten) haben das im Jahr 2014 erschienene Papier des Senats “Strategische Perspektiven für die hamburgischen Hochschulen bis 2020“ als realitätsfern kritisiert

Eine erfolgreiche Hochschulpolitik erfordert die Kooperation mit den Universitäten und Fachhochschulen. Die AfD fordert als Einstieg in eine bessere Hochschulpolitik die Entlastung von staatlicher Bürokratie.

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2.5.2. Humboldts Bildungsideal versus „Bachelor“ und „Master“

Im Rahmen des ideologie-getriebenen „Bologna-Prozesses” wurden in den letzten 10 Jahren fast alle akademischen Studiengänge und Abschlüsse auf „Bachelor” und „Master” umgestellt. In vielen Fächern sehnt man sich nach dem Humboldt’schen Ideal der Einheit von Forschung und Lehre zurück, das ein Vorbild für Universitäten weltweit war.

Die AfD fordert nur deshalb keine generelle Rückkehr zu den bewährten Studiengängen und Abschlüssen, weil dies erneut sehr aufwändig wäre. Die Entscheidung über die angebotenen Abschlüsse soll den Hochschulen überlassen bleiben.

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2.6. Vorschule und Kindergarten

Die AfD fordert die Sicherstellung frühkindlicher Bildung, Fehlentwicklungen und Defizite sind zu verhindern. Bei frühkindlicher Bildung und Kindertagesbetreuung hat Hamburg bundesweit die schlechtesten Betreuungsschlüssel. Dies muss verbessert werden.

Kindervorsorgeuntersuchungen werden verpflichtend und deren Einhaltung wird kontrolliert.
Der Arzt soll den altersgemäßen Entwicklungsstand und Auffälligkeiten, z.B. Anzeichen von Misshandlungen, überprüfen. Bei Defiziten können die Jugendämter den Eltern Weisungen
erteilen.

Austausch und Umgang mit Gleichaltrigen ist ein wesentliches Element der Sozialisation von Kindern aller gesellschaftlichen Milieus. Kinder sollen deshalb vor Einschulung ein Jahr täglich an einer Kindergruppe teilgenommen haben. Insbesondere bei Defiziten im Erwerb deutscher Sprachkenntnisse soll der Kindergartenbesuch verpflichtend sein.

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2.7.1. Duales System statt Akademisierungswahn

Die AfD wendet sich gegen die Überbewertung universitärer Ausbildung zulasten der beruflichen Bildung hierzulande. Das Duale System, die Koppelung von betrieblicher und berufsschulischer Ausbildung, findet weltweit Anerkennung und Bewunderung

Die von der OECD kritisierte geringe Akademiker-Quote in Deutschland verkennt das Duale System als wesentlichen Grund des wirtschaftlichen Erfolgs unseres Landes. Die im internationalen Vergleich unterdurchschnittliche Akademikerquote beweist kein Ausbildungsnachteile unserer jungen Generation. Die Kritik der OECD ist ein durch undifferenzierte Interpretation von Statistiken verursachter Trugschluss.

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2.7.2. Die AfD steht für unser Duales Berufsbildungssystem

Das Duale Berufsbildungssystem ist ein leistungsstarkes berufliches Bildungswesen, das Jugendarbeitslosigkeit verhindert, indem die jungen Menschen direkt für das Berufsleben qualifiziert werden. Es eröffnet vielfältige Möglichkeiten des beruflichen Aufstiegs und der Weiterqualifizierung.

Die Duale Berufsbildung besonders in den gewerblichen Berufen trägt auch relativ viel zu der Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in das Arbeitsleben in Deutschland bei. Es gehört ohne Zweifel zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren im globalen Wettbewerb, es ist zudem tief in unserer Kultur verwurzelt. Es muss weiter vorangetrieben und vom Staat unterstützt werden. Alle Versuche der EU, das Duale Ausbildungssystem zu schwächen oder gar abzuschaffen, z.B. beim Meistertitel, werden strikt zurückgewiesen.

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2.7.3. Die Abbrecherquote in der Lehre ist zu vermindern

Noch bricht jeder vierte Auszubildende seine Lehre ab. Das führt zu hohen Kosten für die Betriebe und die Volkswirtschaft, zu Misserfolgserlebnissen und Frustrationen bei den jungen Menschen.

Es gilt, die objektiven Rahmenbedingungen für die Ausbildung zu verbessern. Die institutionalisierten Hilfen für die Wahl des für den Schulabgänger „richtigen“ Berufes sind beschleunigt und flächendeckend einzuführen.

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2.7.4. „Anlernberufe“ für leistungsschwächere Jugendliche

Es müssen neue „Anlernberufe“ geschaffen werden, um den schwächeren Jugendlichen eine Chance im Berufsleben zu bieten. Diese sollten eine Kombination von betrieblicher Praxis und Berufsschule beinhalten.

Das Bundesland Hamburg soll sich für die bundesweite Schaffung von neuen „Anlernberufen“mit einem niedrigeren intellektuellen Anforderungsprofil für diese schwächeren Jugendlichen und für die Positionierung dieser Berufe im Wirtschaftsleben einsetzen.

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